Eigenmarke “Manager” – Online Reputation Management Teil 1
Schon mal den eigenen Namen gegoogelt? Als Manager oder Führungskraft eines größeren Unternehmens mit Sicherheit. Die Online Reputation oder der digitale Ruf, der durch die Summe aller im Netz auffindbaren Informationen geformt wird, ist auch Führungskräften immer wichtiger. Dies belegen die Ergebnisse des 17. Manager Panel der Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company.
Neun von zehn Managern wollen LAB & Co. zufolge wissen, welche Informationen über sie im Internet stehen. Denn 90 Prozent der Befragten glauben, dass die Online Reputation immer wichtiger wird. Allem Anschein nach sind Deutschlands Manager dabei, sich auch in Image-Fragen für das Online-Zeitalter zu rüsten: Fast die Hälfte der Befragten gab an, selbst im Bereich Online PR aktiv zu sein, also beispielsweise indem sie bloggt, Forenbeiträge schreibt oder networkt. Bei diesem „Personal Branding“, das Deutschlands Führungskräfte zunehmend betreiben, geht es darum, den eigenen Markenwert zu stärken und die Kontrolle über das eigene Image nicht den anderen zu überlassen.
Aber was bringt die beste Eigenmarke, wenn sie im Internet nicht auffindbar ist? Hier kommt die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ins Spiel: Mit der richtigen Kombination aus PR- und SEO-Maßnahmen lässt sich die eigene Online Reputation vorteilhaft steuern. Eine Reihe von Maßnahmen sollte man für eine gelungene SEO-PR im Web 2.0 nicht ungenutzt lassen:
- Die Sicherstellung einer Domain unter dem eigenen Namen ist sowohl aus SEO- als auch aus PR-Erwägungen zur Etablierung einer „Personen-Marke“ essenziell. Am besten prägt sich „Vorname-Nachname.de/org/com/net“ ein. Ist Ihre Wunschdomain bereits belegt? Viele andere Varianten des eigenen Namens sind für die eigene Online-PR denkbar, beispielsweise „Vorname.Nachame“, „VornameNachname“ oder „V.Nachname“ usw.
- Präsenz zeigen auf Sozialen oder Business-Netzwerken wie Facebook, Linkedin, Xing usw. ist heute wichtig für einen auf PR und SEO abgestimmten Webauftritt. Dabei gilt es, möglichst einheitliche Bezeichnungen zu verwenden und potenziellen Besuchern der Seite ein klares Profil mit Wiedererkennungseffekt zu kommunizieren. Ein täglicher Check der neuen Postings auf Ihren Profilen sollte selbstverständlich sein. Übrigens: Alert-Dienste wie Google Alerts helfen dabei, immer über die neuesten Einträge im Netz unter dem eigenen Namen informiert zu sein!
- Wer sein Online Image im Social Web aktiv mitgestalten und somit Eigen-PR betreiben will, sollte auf neue Einträge im Netz zur eigenen Person immer reagieren. Bei Falschaussagen auf Blogs oder Foren kann man den Betreiber auffordern, die falschen oder auch ehrverletzenden Inhalte zu entfernen. Sollte dies nicht gelingen, ist die Veröffentlichung einer Gegendarstellung zu empfehlen: Denn Transparenz ist bei der Online PR ein wichtiger Aspekt und im Social Web natürlich unverzichtbar.
- Das Hochladen von Fotos sowie das Posting eigener Videos und Podcasts erweist sich ebenfalls als hilfreich auf dem Weg zur selbstgestalteten Online Reputation: Multimedia erzielt erfahrungsgemäß sehr hohe Aufmerksamkeit unter Internet-Usern. Doch auch aus SEO-Perspektive ist die Einbindung von Multimedia zur Ansprache neuester Suchfunktionen wie der Google Universal Search sehr zu empfehlen.
- Allgemein gilt: Je sparsamer man im Social Web mit eigenen Daten umgeht, desto besser. Nie sollte man Berufliches mit Privatem vermischen. Führungskräften ist zu raten, für private Streifzüge durchs Web 2.0 ein Pseudonym zu nutzen. So können private Details, die eine potenzielle Angriffsfläche bieten, aus dem beruflichen Umfeld ferngehalten werden.
Im nächsten Beitrag gehen wir auf die Möglichkeiten eines professionellen Online Reputation Management ein. Bis dahin wünschen wir viel Erfolg beim Austesten der genannten Möglichkeiten zu einer effektiven SEO-PR im Social Web!
Das PR SEO Blogteam
Das könnte Sie auch noch interessieren:
















Es ist Zeit, professionelles Kommunikations-Management für Führungskräfte auch im Internet zu betreiben. Deutschland ist da trotz vielbeachteter CEO-Studien und zahlreichen Führungskräfte Rankings noch nicht angekommen.